Wiener Stadthalle, Herbst 2020

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1. Oktober 2020

Die Transparenz einer Architektur wird oftmals an der äußeren, gestalterischen Gebäudehülle gemessen. Ab einer gewissen Bauhöhe wird die äußerlich erkennbare Ansichtsbreite allerdings immer weniger wahrgenommen. Im Gegensatz dazu steht die Betrachtungsweise des Nutzers von innen nach außen. Diese wird häufig verkannt.

 


Als erstes Gebäude wurde das heroal Forum im Jahr 2019 im zweiten Obergeschoss mit heroal C 50 GD ausgestattet.

 

Architekten restlos glücklich zu machen ist nicht immer eine einfache Aufgabe. Doch wenn man ihnen genau zuhört, was sie brauchen und was sie sich für ihre Bauherren wünschen, bietet sich die Gelegenheit, das zu schaffen. Diese hat Heroal ergriffen, um besonders einem Architektenwunsch nachzukommen, nämlich die Realisierung transparenter Fassaden mit möglichst geringem Profilanteil und Ansichtsbreiten sowie raumhohe Fassaden.

 

Der deutsche Hersteller von Fenster, Türen, Fassaden, Überdachungen und Sonnenschutz ist überzeugt, dass die Transparenz der inneren Profilkammer ebenso wichtig wie der äußeren Ansichtsbreite. Aus diesem Grund sollte die Lichtdurchlässigkeit der inneren Profilkammer erhöht werden. Deshalb hat Heroal ein Fassadensystem entwickelt, dass sowohl in Hinblick auf Gestaltung als auch auf Konstruktion und Fertigung als Systemlösung attraktiv ist: die heroal C 50 GD Fassade. Die Idee dahinter ist, die Profilkammer durch ein transparentes Verbundglasschwert zu ersetzen und die Transparenz für den inneren Betrachter mit dem Phänomen der Totalreflexion zu unterstützen.

 


Die heroal C 50 GD Fassade ist über eine Zulassung im Einzelfall als Systemware erhältlich.

 

Bei erster Betrachtung tut sich eine Kluft auf, denn schmale Ansichtsbreiten und große Lasten widersprechen sich. Zudem kommt, dass die Verarbeitung aktuell bekannter Konstruktionen mit schmalen Ansichtsbreiten von weniger als 50 Millimetern ist zeitintensiv und fehleranfällig, weil die Bauteile sehr filigran sind. Ansichtsbreiten von 50 Millimetern haben sich hingegen über viele Jahr hin bewährt: Die Wind- und Eigenlastabtragung einer Pfosten-Riegelfassade erfolgt über die innere Statikkammer der Profile. Je nach Belastung werden dann noch unterschiedliche Bautiefen, zusätzliche Einschübe oder Riegelspannsysteme benötigt.

 


Das Ziel ist erreicht: Drei Jahre intensive Entwicklung stecken in der heroal C 50 GD Fassade.

 

Die im Oktober 2016 entstandene Grundidee wurde weiterentwickelt – zunächst als Konzeptmuster, bei dem die Isolierglasaufnahme der Fassade identisch zum Fassadensystem heroal C 50 bleibt. Der Fokus lag unter anderem auf einer Lösung für eine möglichst einfache Verarbeitung ohne spezielle Qualifikationen. In diesem ersten Konzept wurde bereits ein LED-Band integriert und Trägerprofil sowie Glasschwert für weitere gestalterische Elemente genutzt. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten ergaben sich mit sandgestrahlten Scheiben oder 3D-Folie im Glasschwert.

 

2018 gelang mit der optischen Reduktion der inneren Profilstatik durch Glasschwerter bei gleichzeitlicher Nutzung der Totalreflexion der nächste entscheidende Schritt. Die Schwertbefestigung war zu diesem Zeitpunkt im Kopf- und Fußpunkt noch sichtbar. 2019 war es dann endlich so weit: Die heroal C 50 GD Fassade wurde auf der BAU in München mit einer Elementgröße von 3440 mal 3000 Millimeter erstmals öffentlich präsentiert, bereits im September 2019 wurde sie im zweiten Obergeschoss des heroal Forums – das heroal Bistro - als Glaspfostenfassade mit insgesamt 15 Glasschwertern umgesetzt.

Von Barbara Jahn

Copyright für alle Bilder: © Heroal

 www.heroal.de

 

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